Guitar Rock Tour
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Guitar Rock Tour Review vom 28.07.2009
Die Guitar Hero-Reihe war ursprünglich als Konsolen-Casual-Spaß für Plastikgitarren schwingende Phantasiemusikanten konzipiert. Daraus entwickelte sich ein unfassbarer Erfolg. Als die Entwickler zur Weiterführung des Hypes an eine portable Umsetzung dachten, drängte sich ihnen offenbar die Frage auf: Ist Guitar Hero ohne Gitarre nicht lediglich ein x-beliebiges rhythmisches Knopfdruckspielchen? Als Lösung dieser Problematik erfanden sie einen Gitarrengriff, der -als Zubehör an den DS gestöpselt- die Illusion echten Abrockens geben sollte. Wie wir in unseren beiden Reviews feststellen mussten, war das wackelige Add-On eher peinlich als cool – von seinen dramatischen Auswirkungen aufs Gameplay ganz zu schweigen. Schließlich kann man ein Spiel, nach dessen Konsum die eigene Hand aussieht wie die Todeskralle von Hongkong, kaum als gelungen bezeichnen.
Gameloft klaute, äh, adaptierte die Rockband-Musikspielidee für sein downloadbares iPhone-Game Guitar Rock Tour, welches – ganz ohne Plastikgitarrengriffe – von sich überzeugen muss. Mit Erfolg? Das erfahrt ihr in unserem Review!

Das Spielprinzip kommt einem gestandenen Gitarrenhelden dabei verdächtig bekannt vor: bunte Kreise schieben sich auf den Spieler zu und er muss sie im richtigen Rhythmus verschwinden lassen. Wenn ihm dies gut genug gelingt, gilt er als Rockstar. Wenn nicht, ist ein grausames Geschepper und Geschrammel zu hören, was das Publikum empört mit Buhrufen quittiert. Die Frage, was echte Rockikonen vom sorgsamen Spielen nach Noten halten würden, überspringen wir der Einfachheit halber. Zusätzlich zur Klampfe kann der Spieler sich auch für die Drums entscheiden. Statt der Saiten werden hier Bass Drum, Snare und Becken präsentiert, die durch Tippen auf den Bildschirm (diesmal jeder nur mit zwei Trommeln und damit nur mit zwei Kreisen, die auf einen zukommen) angeschlagen werden können.
"Just beat it!"
Mehrere Modi stehen zur Auswahl, darunter ein Tutorial, ein Schnellspielmodus, bei dem man freigeschaltete Songs spielen darf – und natürlich das Herz des Single-Player-Modus: die "Karriere"-Option. Hier entscheidet man sich für Gitarre oder Schlagzeug und sucht einen der vorgegebenen RockerInnen als Spielcharakter aus, um mit diesem den Aufstieg eines unbekannten Kneipenrockers zum umjubelten Superstar nachzuspielen. Dazu tritt man in verschiedenen Etablissements auf und steigt, sofern man gut genug ist, in bessere Kreise auf - bis Plattenvertrag und ausverkaufte Stadien winken. Im Karrieremodus können außerdem neue Lieder freigeschaltet werden, welche dann für das Schnellspiel zur Verfügung stehen.
Steuerung:
Wer die Guitar Hero-Umsetzungen für den DS kennt, wird sich freuen, dass Guitar Rock Tour für das iPhone ganz ohne Plastikzubehör auskommt. Tatsächlich ist es nur nötig, die jeweils angezeigten Noten durch ein Tippen auf den Touchscreen auszulösen. Dies funktioniert einwandfrei. Die Rhythmuserkennung ist auch etwas nachsichtiger im Vergleich zu ähnlichen Spielen.
Grafik:
Auf dem Touchscreen wird neben ein paar bunten Kreisen und den genreüblichen Flammen-Effekten auch in ordentlicher Grafik eine rockende Band gezeigt. (Wir sagen bewusst "eine" rockende Band, da deren Bewegungen selten mit der tatsächlich gespielten Musik übereinstimmen. So passiert es des Öfteren, dass zum Beispiel der Schlagzeuger auch an ruhigeren Stellen abgeht wie "Das Tier" von den Muppets.) Sicherlich nicht die Creme de la Creme, aber hier geht es ja um die Musik!
Sound:
Wie jeder weiß, steht und fällt ein Musikspiel mit der Musik. Guitar Rock Tour wartet mit 15 mehr oder weniger bekannte Rocksongs auf. Die Auswahl der Songs bietet, wie in diesem Genre üblich, eine Mischung aus Mainstream-Chartkram („Boyfriend“, „The Great Escape“) und älteren Rocknummern („Smoke on the Water“, „You Really Got Me“). Hierbei fällt auf, dass die Interpreten der Songs weder im Spiel, noch der Anleitung genannt werden. Das ist kein Zufall, denn keines der Lieder ist das Original und der Spieler muss sich wohl oder übel mit Covern zufriedengeben. Manche davon kommen dem Original recht nahe, andere hingegen hätte jede Hochzeitskapelle authentischer hingekriegt.
Fazit:
Guitar Rock Tour ist kein schlechtes Spiel. Vergleicht man ihn mit dem nahezu identischen DS-Ableger, dann muss man sagen, dass einem hier das gleiche für viel weniger Geld geboten wird. 3,99€ für den Titel zu verlangen, ist nicht übertrieben und Liebhaber von Rhythmusspielen werden auch mit diesem Teil ihren Spaß haben. Trotzdem kommt das Game einfach nicht an die Konsolenversionen von Guitar Hero heran. Und, was man gezwungenermaßen auch sagen muss, langsam wird ist ganze Konzept auch wieder ausgelutscht. Zumal man auch mit Tap Tap Revenge kostenlos auf dem iPhone die Klampfe in die Hand nehmen kann.
Zertrümmert für ihre Fans die Gitarre, aber nicht das iPhone: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetiPhone.de
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WERTUNG:
75%
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Solide gemachtes Rhythmusspiel.
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Zu diesem Spiel:
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Preischeck
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Tipps und Tricks |
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Komplettlösung |
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Videos
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Steuerung
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Nicht besser umzusetzen, wenn auch auf Dauer Handkrämpfe auslösend.
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Features
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15 unterschiedliche Lieder - für den Preis ok, aber schade, dass es es nicht die Originale sind.
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Grafik
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Bunte Kreise, eine rockende Band im Hintergrund – wie wäre es mal mit etwas Abwechslung? – z.B. das original Video im Hintergrund…
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Sound
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15 Lieder, aber leider
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Spielspaß
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Nicht nur Musik hören. Musik machen!
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Details
Spielname:
Guitar Rock Tour
Publisher:
Gameloft
Genre:
Spiele - Musikspiele
Release:
erschienen
Multiplayer:
nicht vorhanden
Preis:
3.99 Euro
Dateigroesse:
156MB
Getestete Version:
1.3.7
Verfügbare Sprachen:
Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Japanisch
Voraussetzungen:
OS 2.2.1
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (4)
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