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The Oregon Trail


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The Oregon Trail Review vom 17.07.2009

Spiele, die auf historischen Ereignissen beruhen, findet man nicht sehr häufig in der Szene - mit Ausnahme der völlig ausgelutschten 2. Weltkriegs-Thematik, natürlich. Dass man aber auch (andere) geschichtliche Fakten spielerisch umsetzen kann, beweist das für 3,99€ erhältliche App-Game The Oregon Trail.


Vor allem amerikanischen Bürgern dürfte diese Route ein Begriff sein, denn vor rund 150 Jahren begab man sich hier über die Rocky Mountains, um den Westen des Kontinents zu besiedeln und den Traum der Freiheit zu realisieren. Der rund 3.500 km lange Geröllpfad wurde dabei vor allem von Pionieren genutzt, die mit ihren Planwagen durch Steppen-, Wüsten, und Berglandschaften zogen, um neue Gebiete im pazifischen Nordwesten zu erschließen. Genau jene Farmer, Landarbeiter oder einfachen Bürger sind die Schlüsselpersonen im neuen Titel aus dem Hause Gameloft und das Ziel des Spieles ist es, den berühmt-berüchtigten Oregon Trail zu bestreiten. Ob diese beschwerliche Reise mit Erfolg gekrönt sein wird, oder ob man das Spiel mangels zuvieler Frustmomente und unausgeklügeten Gameplays lieber gleich in der weiten Steppe des App Stores lassen sollte, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht!


Pioniere boten den Indianern Kleidung, Tabak und Gewehre im Austausch für Pferde und Nahrungsmittel.
Zugegebenermaßen ist The Oregon Trail ein ziemlich komplexes Spiel, auch wenn es im ersten Moment nicht so anmutet. Ihr besitzt die Möglichkeit, zu Beginn des Spieles eure eigene kleine Pilger-Familie auszuwählen (bestehend aus 5 Personen, den Eltern mit 3 Kindern), zwischen drei verschiedenen Planwagen zu wählen und euren Beruf festzulegen. Unterschiede zwischen einzelnen Berufen und Planwagen ergeben sich daraus, was für Vorteile man daraus erlangt. Das bedeutet, dass man vier wesentliche Anzeigen während des Spielens verfolgt und stets beachten muss: Wagenzustand, Gesundheit der Familienmitglieder, Geld- und Nahrungsvorräte.

Entscheidet man sich zum Beispiel für den Beruf eines Farmers, verbraucht die siedelnde Familie weniger Nahrung unterwegs. Der Banker besitzt ihr zu Beginn des Spieles 50 Dublonen mehr und kann das gute Geld sinnvoll einsetzen. Die gleiche Thematik ergibt sich bei den Planwagen - der eine Holzkarren ist stabiler, dafür nicht so schnell, der andere ist geschützt gegen Regenwasser, welches in stürmischer Nacht, bei Wind und Wetter ein Voreil ist und eure Vorräte retten kann.


Hauptziel des Spieles ist es also nun, den langen und mühsamen Weg des Oregon Trails zu bestreiten und die Familie zu beschützen. Dabei habt ihr als Spieler die Möglichkeit, auf die unterschiedlichsten Weisen in den Reisealltag einzugreifen. So geht es der Sonne entgegen und man bestimmt beliebig die Reisegeschwindigkeit, aber mit einigen Raffinessen: Um schnell voran zu kommen, benötigt ihr mehr Nahrung, langsames reisen trübt eure Wettbewerbsfähigkeit am Zielort, denn dem Ersten, der das Ende der Siedlerroute erreicht, winken eine Menge Land, dass es kostenlos zu verteilen gilt. Unterwegs müsst ihr dabei jagen oder angeln, um die Nahrungsvorräte auf Vordermann zu bringen; oder ihr nehmt kleine Sidequests an, um Kohle zu verdienen. Ihr könnt so zum Beispiel Reisende mit eurem Wagen mitnehmen, benötigt dafür jedoch wieder mehr Nahrung, denn "Tramper Toni" brauch ja auch was zum Futtern. Für mehr Nahrung braucht ihr wieder mehr Zeit zum Jagen und mehr Zeit bedeutet wieder ein langsameres vorankommen. Zusammengefasst seht ihr, ist das Spiel an sich ziemlich komplex, und man muss selbst abwägen, wie man am besten diese lange Tour bestreitet, um am Ende mit Ruhm und Ehre überschüttet zu werden.

Zwischenstops können beispielsweise in den rauhen Städten gemacht werden. Dort besitzt man auch die Möglichkeit, Wagen- oder Personenupragdes zu kaufen. Den im Wilden Westen fing das Konsumschlampentum schon an. Baumwollhemden verbessern die Gesundheit der Familie, stärkere Ochsen lassen euch schneller reisen. Wasserflaschen verbessern euren Maximalwert an mitnehmbaren Essen und so weiter und so fort...


Neben diesen strategischen Einlagen werden euch Jagd-, Angel- oder andere kleinere Tätigkeiten als Minispiele begegnen. Und da Cash nicht auf der Straße liegt, heißt es ran an den Fluss ab zum Goldwaschen, um das Portemonnaie zu füllen. Dafür öffnet sich ein komplett neues Fenster auf eurem iPhone oder iPod Touch und mittels Neigen und Drehen offenbaren sich in eurem Eimer kleine Goldkrumen, die es mit einem Druck auf dem Touchscreen einzufangen gilt.


Grafik:
Unterwegs werdet ihr durch vielerlei Landschaften reisen, denn wie wir bereits erwähnt haben, verläueft der Oregon Trail druch Berge, Wüsten, Steppen und über Wiesenlandschaften. Optisch daran angepasst sind natürlich die Hintergründe und sonstige Grafiken. Wenn es regnet, wird es trüb und selbst Schnee oder Sumpflandschaften können eure Reise beschweren. Der Grafikstil erinnert dabei sehr an das comichafte Cell-Shading und ist insgesamt sehr farbenfroh, passt sich jedoch ideal dem Gesamteindruck an, weil es sowohl Jung und Alt anspricht.


Sound:
Go, Wild West! Mit typischen melodischen County-Klängen, wie man es aus alten Western-Filmen kennt, Ochsengrunzen und anderen Hintergrundgeräuschen, macht das Spielen auch mit Musik mächtig viel Laune. Wir rücken unseren Cowbow-Hut zurecht und spucken in den Kautabak-Eimer: Nichts zu meckern an dieser Stelle.


Meriwether Lewis und William Clark waren die ersten Pioniere, die bis zur Pazifikküste und wieder zurück reisten. Ihre Expedition fand zwischen 1803 und 1806 statt.
Nicht gewusst? Tja, auch an diese Stelle sei gesagt, dass das Spiel selbst während der Ladezeiten den Wissensdurst stillt. So bekommt ihr immer verschiedene Informationen zum Oregon Trail oder den wandernden Pionieren und lernt damit spielerisch auch noch Fakten aus der damaligen Zeit. Klingt vielleicht für Außenstehende etwas langweilig, entpuppt sich im Spiel jedoch als äußerst interessant, wenn man selbst auf dem Pfad der Cowboy-Ur-Väter verweilt.

Fazit:
Was ist ein Cowboy ohne seinen Hut? Fesselnd ist das Spiel allemal, denn "The Oregon Trail" ist eine perfekte Mischung aus Strategie, Minispiel und witzigem Charme machen den Titel zu einem nahezu perfekten Begleiter für jeden iPhone-Besitzer. Nicht nur der Umfang ist für die gebotenen 3,99€ enorm, sondern auch die originelle Idee und die gelungene Umsetzung sprechen für sich. Wer nach diesem Bericht immer noch überlegt, ob er den Titel in seine Sammlung aufnehmen soll, dem sei nur gesagt: Tut es, ihr werdet es sicherlich nicht bereuen!

Besiedelt als erstes den neuen Westen: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetiPhone.de

Vielen Dank an Gameloft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
87%
Hier wird John Wayne zum iPhone-Freund. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Leicht zu spielen und intuitiv.
  Features Komplexe Spielmechanik kompakt verpackt.
  Grafik Comiclastig, verspielt und dennoch passend.
  Sound Country-Klänge aus eurern Kopfhörern.
  Spielspaß Fesselnd, komplex und spaßig. Achtung: Suchtgefahr!







Details
Spielname:
The Oregon Trail

Publisher:
Gameloft

Genre:
Spiele - Minispiele

Release:
erschienen

Preis:
3.99 Euro

Dateigroesse:
49.9 MB

Getestete Version:
1.1.2

Verfügbare Sprachen:
Englisch, Deutsch und mehr

Voraussetzungen:
OS 2.2.1 oder besser

Screenshots:

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