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Secret of Mana


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Secret of Mana Review vom 01.01.2011

Ich kann mich noch dran erinnern, als wäre es gestern gewesen. 1994 saß ich mit meinem damaligen besten Freund an Silvester vor dem Fernseher, vor uns flimmerten drei Sprites über den Bildschirm und vermöbelten alle möglichen Ungeheuer. Zaubersprüche wurden gesprochen, Schwerter geschwunden und Level für Level trainiert. Secret of Mana war gerade in Deutschland für viele Menschen der erste Kontakt mit dem Medium "Rollenspiel". Die Fortsetzung des Game Boy Klassikers "Mystic Quest" überzeugte durch tolle Grafik, eine spannende Story und einen der besten Videospiel-Soundtracks aller Zeiten. Jetzt endlich ist der Traum einer tragbaren Version wahr geworden. Nicht für Nintendo. Nicht für Sony. Nein, auf Apples iDevices zieht man erneut in die Schlacht, denn: "Mana ist in Gefahr".

Secret of Mana erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der durch einen dummen Zufall ein Schwert aus dem Stein zieht, das seit ewigen Zeiten die Welt vor den Kräften des Bösen beschützt. Nun ist es an eurer Aufgabe, dem Schwert seine alte Kraft zurück zu bringen, die Welt zu retten und nebenbei zu lernen, was es heißt, ein Held zu sein. Unterstützt wird man dabei von einem Mädchen und einem Kobold, die man im Laufe der Reise trifft, und die ihre ganz eigene Geschichte haben.

Bis man am Ende das böse Imperium besiegt und den Frieden wieder hergestellt hat, vergehen ohne großartige Trainings-Einheiten rund 15 bis 20 Stunden. Dank des moderat anziehenden Schwierigkeitsgrades empfiehlt es sich aber, immer mal wieder eine "Level grindig Session" abzuhalten, also kräftig Monster schnetzeln, was einen am Ende auf 30-40 Stunden Spielzeit bringt. Mein altes SNES Modul mit drei Level 99 Charakteren hat wohl an die 100 Stunden auf dem Buckel…

Secret of Mana ist ein klassisches Action-Adventure im Stil eines Zelda, oder, für iDevice-Liebhaber, eines Zenonia. Man kann sogar sagen, dass es ohne Secret of Mana niemals ein Zenonia gegeben hätte, nimmt sich das Rollenspiel aus dem Hause Gamevil doch ein paar kräftige Sahnestücke aus dem Square-Klassiker. Was nicht unbedingt negativ ist. Ich frage mich ja, wann der erste Gameloft-Clon kommt…

Man steuert seine Figuren in einer schrägen Iso-Ansicht mit Hilfe eines digitalen Steuerkreuzes, was erstaunlich gut von der Hand geht. Punktgenaue Moves darf man selbstverständlich nicht erwarten, Square-Enix hat es aber größtenteils geschafft, ein einfach zu steuerndes RPG in den App-Store zu schmeißen. Zur Erleichterung des Ganzen werden viele Befehle wie beispielsweise das Wechseln der Figuren per Touch ausgelöst, und eine Shortcut-Leiste am rechten Bildschirmrand erlaubt schnellen Zugriff auf Heiltränke und Zaubersprüche. Schade nur, dass die Interaktion mit der Spielewelt, wie das Reden mit anderen Figuren, nur mit Hilfe eines virtuellen Buttons von statten geht. Ein einfaches "Ich klicke auf den NPC" ist nicht möglich, hier hätte man wohl zu sehr in die Codes des Spiels eingreifen müssen. Spezielle Touchscreen-Erweiterungen sucht man sowieso vergebens, Secret of Mana ist eine 1:1 Umsetzung des Klassikers und verzichtet auf jeglichen neumodischen Kram.

Diese 1:1 Fassung führt natürlich auch dazu, dass alte Fehler wieder auftauchen und Bugs, die man vor Jahren vergessen hat, einem zurück ins Gedächtnis kommen. Dazu gehört mit Sicherheit auch das beliebte "Zauber-Spammen": Hat man im späteren Verlauf immer mächtigere Zaubersprüche gelernt, kann man die Gegner flächendeckend damit bombardieren, so dass diese keine Zeit mehr haben, sich in irgendeiner Art und Weise dagegen zu wehren. Gerade Endgegner werden dadurch bedeutend einfacher. Auch wenn Square-Enix eine kleine, aber feine Änderung im Levelupgrade durchgeführt hat: Erreicht der Spieler eine neue Stufe, wird seine Energie wieder vollständig aufgefüllt - nicht aber seine Manakraft!

Auch lässt die künstliche Intelligenz der gerade nicht vom Spieler gesteuerten Mitstreiter zu wünschen übrig, so dass diese öfters den Heldentod sterben, als einem lieb ist. Neue Bugs, wie im Testfall eine nicht mehr verschwindende Kappe, die sich unendlich mal verkaufen lässt, lassen auf ein baldiges Update hoffen. Genauso kann es passieren, dass gerade Endgegner nach einem längeren Kampf auf einmal immun gegen jegliche Angriffe werden, was ein Laden des letzten Savepunktes nötig macht. Apropos speichern: Musste man früher noch nach jeder Übernachtung seinen Spielstand sichern, geschieht dies nun automatisch bei jedem Gang ins nächste Fenster. Ein tolles Feature, das man sich für andere Spiele auch wünschen würde.

Auf einen deutschen Bildschirmtext muss man im iLand leider verzichten. Dieser wurde damals exklusiv von Nintendo angefertigt, weswegen uns hierzulande nur die englische Fassung bleibt. Zumindest verzichtet diese aber auf Hirngespinste wie die "Lindenstraße" und andere bescheuerte Namensgebungen. "Lufti" darf endlich wieder "Flammie" heißen. Und das ist gut so.
Das Englisch ist zudem gut verständlich und sollte Menschen mit Schulenglisch vor keine größeren Probleme stellen.

Grafisch ist es, wie gesagt, eine 1:1 Umsetzung des SNES Klassikers, die sehr flüssig läuft und nur ab und an mit einem Flimmern, das auch schon damals zu sehen war, kurze Störungen hat. Die Welt von Mana ist bunt, lebendig und hat alles, was man sich von einem 16 Bit Rollenspiel wünscht. Im direkten Vergleich mit Zenonia muss man dem neueren Titel von Gamevil aber dann doch mehr Punkte geben. Trotzdem oder gerade deswegen ist es ein Erlebnis, dieses Spiel unterwegs auf einem Mobiltelefon oder einem iPod zocken zu dürfen!!

Beim Soundtrack scheiden sich mal wieder die Geister. Die alte Musik wurde selbstverständlich wieder benutzt, jedoch merkt man nun ganz deutlich, dass sie sich in einem endlosen Loop befindet. Wenn nach einiger Zeit mit einem hörbaren Hänger der Soundtrack wieder von vorne losgeht, stockt man doch für einen kurzen Moment. Sprachausgabe sucht man ebenso vergeblich, was angesichts der vielen Massen an Text aber auch kein Wunder ist.

Auf der Feature-Seite vermisst man jedoch sehr den Mehrspielermodus, der so auf den iDevices definitiv möglich gewesen wäre. Vielleicht hat Square-Enix ein Erbarmen und lässt uns im nächsten Update gemeinsam auf Monsterjagd gehen. Gerne auch mit Gamecenter-Unterstützung!



Fazit:

Secret of Mana ist auch heute noch ein wunderbares Rollenspiel mit Kultcharakter, das Fans des Genres unbedingt anzocken müssen! Fans des Originals werden den Multiplayer vermissen, sich aber angesichts der fast originalgetreuen Umsetzung wieder heimisch fühlen. Kleinere Schnitzer wie fehlende Angaben beim Rüstungseinkauf oder die guten, alten Bugs des Spiels kann man dabei noch verschmerzen. Eine gute Steuerung mit praktischer Shortcut-Leiste lässt das Spiel auch heute noch zur Perle werden. Wer sich von einem anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad nicht abschrecken lässt, der einen auch gerne mal fluchend vor dem iDevice sitzen lässt, der sollte auf jeden Fall zugreifen. Und zur Musik kann man nur sagen: Kopfhörerpflicht!

Entschläft für PlanetiPhone.de, denn die Lindenstraße fängt an: Christian Nork


WERTUNG:
83%
Umfangreiches Abenteuer mit klassischen Schwächen Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Nicht großartig angepasst, geht aber gut von der Hand und erlaubt präzises Zuschlagen
  Features Kein Multiplayer, keine Online-Unterstützung, aber ein gutes Autosave
  Grafik Damals Top, heute eher Mittelmaß, aber noch immer ansehnlich
  Sound Zeitlose Melodien, die unter Loop-Hickser leiden
  Spielspaß 15 Stunden und mehr Spielspaß garantiert!







Details
Spielname:
Secret of Mana

Publisher:
Square Enix

Genre:
Spiele - Rollenspiel

Release:
erschienen

Multiplayer:
nicht vorhanden

Preis:
6.99 Euro

Dateigroesse:
70,3

Getestete Version:
1.0

Verfügbare Sprachen:
Englisch, Französisch, Japanisch

Voraussetzungen:
Kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Erfordert iOS 3.0 oder neuer.

Screenshots:

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