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N.O.V.A. 2 - Near Orbit Vanguard Alliance


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N.O.V.A. 2 - Near Orbit Vanguard Alliance Review vom 30.12.2010

Das erste N.O.V.A. schlug ein wie eine Bombe. Apple zeigte den Gameloft-Titel auf seiner jährlichen Konferenz in San Francisco, und durch iPhone-Fanbasis ging ein Raunen. Besonders ein Schlagwort fiel bereits während der Vorstellung im Sekundentakt: "Halo". Bungies Vorzeige-Sci-Fi-Shooter für die xBox diente den Clonern von Gameloft mehr als nur als Vorlage: Ganze Elemente wie das wiederaufladbare Schild und sogar Waffen wurden an das exklusiv bei Microsoft vertriebene Spiel angelehnt. Trotz, oder vielleicht wegen aller Klauerei wurde N.O.V.A. ein großer Hit, dem auch die iPhone Spielepresse Respekt zollte. Das lag vor allem an der erstklassigen Grafik, aber auch an den netten Gameplay-Ideen im Level-Design, den paar eigenen Ideen und der einfachen, aber trotzdem sympathischen Hintergrundgeschichte nebst charismatischem Hauptdarsteller.

Wenn man N.O.V.A. mit einem Film vergleichen müsste, wäre das wohl am ehesten Michael Bays "Transformers": Tolle Oberfläche, darunter etwas fad und einfallslos, aber insgesamt eine runde Mischung, die Spaß macht. Leider ist N.O.V.A. 2 auch mit einem Film vergleichbar: Nämlich "Transformers 2". Die Oberfläche ist noch immer toll, aber die Story ist noch eine ganze Stufe abgedroschener und das Gameplay so ausgelutscht wie eine Traube kurz nach der Weinpresse.

Wie schon im Vorgänger vor einem Jahr spielt man auch in N.O.V.A. 2 Kal Wardin, den eigentlich im Ruhestand lebenden Terraner, der so oft die Welt gerettet hat, dass man ihm endlich ein Familienleben auf einer abgelegenen Kolonie gestattet. Als ein neuer Konflikt aufflammt, holt man ihn eben wieder aus der wohlverdienten Rente - man sollte meinen, im Weltall gibt es nur einen einzigen Kämpfer, der mit einem Blaster umgehen und platte One-Liner klopfen kann.

Unterstützt wird Kal auch dieses Mal wieder von einer aus Halo gekla… entliehenen künstlichen Intelligenz, die auch mal blöd genug ist, sich in Trouble zu bringen, aus die der Spieler sie dann herausklopfen darf.

Wenn es Storymäßig schon so mau aussieht - wie schaut es dann beim Gameplay aus?
Leider hat man sich auf Altbewährtes eingeschossen und präsentiert nur geringfügige Neuerungen, die man ebenfalls schon hunderte von Malen in anderen Spielen gesehen hat. Das Reiten eines meterhohen Mech-Roboters ist dabei noch das spaßigste Element, wenn auch nur von kurzer Dauer. Auch das merklich aufgesetzt wirkende "Wir verteidigen eine Basis"-Element eines Rückblendenlevels kann nicht überzeugen. Natürlich gibt es auch das obligatorische… nennen wir es mal "Gameloft-Railshooting" auf dem Rücken eines Wagens, während man mit einer Maschinenkanone böse Menschen und ihre Fahrzeuge platt machen darf.

Apropos platt machen: Gerade zu Beginn des Spiels wird man geradezu erschlagen von der Fülle der Explosionen und großen Raumschiffe, die über den Bildschirm trudeln, dass man sich ein weiteres Mal an Michael Bay erinnert fühlt: Viel Lärm um Nichts. Auch dank des sich regenerierenden Schutzschildes, denn damit sind selbst schwere Treffer nach einer kurzen Kampfpause kratzerlos überwunden.

Die Waffenauswahl reicht von "schonmal gesehen" bis hin zu "nett, aber belanglos". Dafür hat man sich ein paar neue Dinge bezüglich der Extra-Waffen einfallen lassen: Konnte Kal im ersten Teil von N.O.V.A. Gegner kurzzeitig betäuben, erhält er in N.O.V.A. 2 noch eine Nahkampfwaffe (unnötig) sowie unter anderem die Fähigkeit, die Zeit zu verlangsamen. Das hilft zumindest soweit, dass man sich in normalem Tempo drehen kann - Waffen laden, Feuern oder laufen wird aber ebenfalls bei einem selber verlangsamt, was den ganzen Effekt (der außerdem noch Energie schluckt) fast schon wieder hinfällig macht.

Im weiteren Verlauf des Spiels kommt man einer "großen Verschwörung" (so würde das Michael Bay nennen, wir nennen es "war ja klar") auf die Spur, die einen zurück in die Einrichtungen der "Richter" führt, jener Außerirdischen, die schon im Vorgänger für Trouble sorgten. Und auf einmal fühlt man sich wie bei N.O.V.A. Teil 1. Die gleiche Grafik, etwas neuere Gegner. Alles beim Alten im All.

Grafik:
Klotzen statt kleckern: N.O.V.A. 2 ist einer der schönsten Titel im App Store geworden und überzeugt wie schon der Vorgänger mit bunten Farben, großräumigen Arealen und tollen Figuren. Im Vergleich mit aktuellen Titeln wie Infinity Blade und RAGE fällt das Spiel jedoch deutlich ab und zeigt, dass die Zeit von Gamelofts 3D-Engine langsam abläuft. Vor allem die Ruckler, die auf dem für den Test benutzten iPhone 3GS trotz Neustart immer wieder vorkamen, vermiesen einem den Tag dann doch gewaltig. Zudem bekommt man nicht wirklich etwas Neues geboten. Hier macht es ein Modern Combat 2 deutlich besser, wenn man beispielsweise nur an Elemente wie die Ölplattform denkt.

Sound:
Die sphärischen Klänge von Halo, Pardon, N.O.V.A. 2, werden sicher keine Ohrwurmgarantie erhalten. Stattdessen fragt man sich nach dem Spielen die klassische "War da was?" Frage. Die Soundeffekte klingen wie im Vorgänger, sind also für Sci-Fi Waffen ok. Was man von der Synchronisation nicht sagen kann, gerade die künstliche Intelligenz hat ein paar sau dumme Sprüche auf Lager, und auch Kals Repertoire klingt, wie aus einem schlechten 80er Jahre Film entsprungen. Aber das war ja noch nie Gamelofts Stärke.

Steuerung:
Wie von Gameloft gewohnt, lässt sich Kal grandios durch die Level lenken. Und auch im Multiplayer hat man jederzeit alles im Griff, was an dem inzwischen ausgeklügelten System von Analog-Stick Rechts und Berührungsebene für die Kamera Links liegt. Wem manche Buttons an ihrer Stelle nicht passen, darf sie jederzeit über das Menü verschieben.

Multiplayer
Fast möchte man meinen, Gameloft hat N.O.V.A. 2 den Singleplayer nur aufgesetzt, um herrliche Mehrspieler-Wettbewerbe im Sci-Fi Ambiente auf den iPhone/iPad/iPod Schirm zu kriegen. Alle Modi von Modern Combat 2 sind vorhanden und wie gewohnt weitestgehend Verzögerungsfrei zu spielen. Leaderboard, ich komme!



Fazit:

N.O.V.A. war vor einem Jahr ein erstklassiger Weltraumshooter, der dank ein paar "geliehener" Elemente echtes Hardcore-Feeling auf das iPhone brachte. Unter all den Casual-Games eine wahre Wohltat. Leider schafft es N.O.V.A. 2 nicht, dieses Gefühl wieder herauf zu beschwören. Der neue Gameloft-Shooter ist bei weitem kein schlechtes Spiel geworden, im Gegenteil: Wer auf Ballern pur steht, kommt hier voll auf seine Kosten und darf bedenkenlos zuschlagen! Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, das hier etwas ganz entscheidendes fehlt: Nämlich Herz.

Christian Nork für PlanetiPhone.de


WERTUNG:
73%
Fans des Vorgängers dürfen bedenkenlos zugreifen. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Dank Zielhilfe excellente Ballerkost
  Features Etwas kurze Story, dafür aber erstklassiger Mehrspielermodus
  Grafik Kristallklare, bunte Spielewelt, die auf älteren Geräten gerne auch mal ruckelt. Inzwischen geht es aber auch besser.
  Sound Miese Synchronisation, aber atmosphärische Musik
  Spielspaß Typisches Popcorn-Geballer für Martialisten







Details
Spielname:
N.O.V.A. 2 - Near Orbit Vanguard Alliance

Publisher:
Gameloft

Genre:
Spiele - Shooter

Release:
erschienen

Multiplayer:
2-10 Spieler

Preis:
5.49 Euro

Dateigroesse:
716 MB

Getestete Version:
1.0

Verfügbare Sprachen:
Deutsch

Voraussetzungen:
Kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Erfordert iOS 3.1.3 oder neuer.

Screenshots:

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