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Phoenix Wright: Ace Attorney


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Phoenix Wright: Ace Attorney Review vom 25.12.2010

Mit Phoenix Wright: Ace Attorney bringt Capcom den 2006 bei uns erschienenen DS-Titel endlich auch auf alle iOS-Geräte. Es handelt sich dabei allerdings um eine 1:1-Portierung, weswegen Spieler des Originals nichts Neues entdecken werden. Im Gegensatz zum Original kostet das Spiel im App Store jedoch auch nur 3,99 Euro. Mit einer Größe von 228 MB ist es zudem vergleichsweise schnell zu downloaden.

Ihr übernehmt in Phoenix Wright: Ace Attorney die Rolle eines frischgebackenen Junganwalts, der gerade vor seinem ersten Fall steht. Und dieser hat es auch gleich in sich: Phoenixs bester Freund steht unter Mordverdacht und da müssen wir ihn natürlich rausboxen.

Man steuert nicht wie in Point'n'Klick-Adventures wie Monkey Island den Hauptdarsteller mit einer Maus oder direkt wie in Grim Fandago, sondern man steuert das Spiel über Menüs. Das Prinzip versteht man ohne Eingewöhnungsphase sofort. Damit entfallen die nervigen pixelgenauen Suchspiele der Point'n'Click-Adventures, aber das System ist leider auch etwas unflexibel. Das eigentliche Spiel wird in zwei Phasen eingeteilt.

Ermittlungen
Phoenix ist nicht nur Anwalt, sondern er muss auch eigene Ermittlungen anstellen. Die Polizei im Spiel ist nämlich mehr als unfähig. Während moderne Gerichtsmediziner es schaffen, den Täter mit einer einzigen Hautschuppe zu überführen, schafft es die Truppe rund um Detektiv Gumshoe noch nicht mal den wirklichen Tatort festzustellen. Also muss der Spieler selbst losgehen und Zeugen befragen, Spuren sichern und möglichst viele Informationen sammeln.

Vor Gericht
Nachdem man die Beweise gesammelt hat, geht es in den Gerichtssaal und hier blüht Phoenix Wright richtig auf. Das wichtigste Element im Gerichtssaal ist das Kreuzverhör. Hier muss man Widersprüche in der Zeugenaussage finden. Und im Spiel lügen alle Zeugen. Wenn der Zeuge also behauptet, das Opfer um 15:30 Uhr zuletzt lebend gesehen zu haben, der Autopsiebericht aber aussagt, dass der Mord aber schon um 14:00 Uhr stattgefunden hat, dann gerät er mächtig ins Schwimmen. Auf diese Weise kann man die komplette Aussage dann kräftig auseinander nehmen bis die Wahrheit ans Licht kommt. Im Gerichtssaal schlägt das wirkliche Herz des Spiels. Zeugen befragen und Beweise sammeln ist zwar ganz spaßig, aber es macht einfach viel mehr Laune lautstark "Einspruch!" zu rufen, die Zeugenaussagen zu widerlegen und sich packende Duelle mit dem Staatsanwalt zu liefern.

Das Spiel hat leider ein großes Problem: Es ist absolut linear. Es gibt nur eine Lösung und dazu keine Alternativen. Normalerweise fällt dies nicht so stark auf, aber es gibt auch Stellen, an denen man übelst hängt. So soll man zum Beispiel während einer Passage dem Richter die richtige Mordwaffe präsentieren. Allerdings akzeptiert er nicht die Waffe, die im Inventar ist, sondern man muss ein Foto präsentieren, auf dem die Waffe ist. Solche Momente sorgen dann hin und wieder für Frust.

Phoenix Wright ist auch grafisch auf DS-Niveau geblieben. Man sollte hier also nicht zu viel erwarten. Stundenlange Rendersequenzen und grandiose 3D-Grafik werden nicht geboten, dafür sind die Figuren mit Liebe gezeichnet und haben eindeutig Charakter. Die Musikuntermalung ist durchwachsen. Meistens dudelt die Musik eher uninspiriert vor sich hin und schafft es weder einen zu begeistern noch zu nerven. Das ändert sich allerdings in den Prozessen. Wenn man den Zeugen endlich festgenagelt hat, ertönt eine richtig mitreißende Musik. An diesen Stellen macht Phoenix Wright dann am meisten Spaß.

Fazit:
Wer bereits die DS-Version spielen konnte, wird im iPhone-Ableger keinerlei Neuerungen entdecken. Allerdings hat Capcom auch nichts „verschlimmbessert“ und so erwarten euch neben dem bekannten Gameplay zudem durchweg deutsche Texte – dies ist aufgrund des Spielprinzips auch sehr nützlich. Für rund vier Euro bekommt ihr also ein vollwertiges Spiel, was auch auf den iOs-Geräten erst im fünften Fall die Touch-Features richtig nutzt. Wir hoffen, dass Capcom in naher Zukunft auch die anderen „Phoenix Wright“-Teile auf’s iPhone bringt, denn die Reihe versprüht trotz des Alters weiterhin einen innovativen Charme.

Haben zusammen ermittelt: Jakob Koch mit Michael Schmalenstroer für PlanetiPhone.de

WERTUNG:
78%
Für Neu-Anwälte auf jeden Fall einen Blick wert Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Menüs sind nicht schwer zu bedienen, aber recht unflexibel
  Features 1:1 Portierung der DS-Version, die fünf Fälle dauern aber ihre Zeit
  Grafik Etwas angestaubte Grafik, aber liebevoll gezeichnet
  Sound Belanglos, aber packende Musik vor Gericht
  Spielspaß Wenn man nicht festhängt, dann macht es Spaß







Details
Spielname:
Phoenix Wright: Ace Attorney

Publisher:
Capcom

Genre:
Spiele - Simulation

Release:
erschienen

Multiplayer:
Nicht vorhanden

Preis:
3.99 Euro

Dateigroesse:
228 MB

Getestete Version:
1.0

Verfügbare Sprachen:
Deutsch

Voraussetzungen:
Kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Erfordert iOS 3.0 oder neuer

Screenshots:

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